Pressearchiv 2017

Nach annähernd 25 Jahren erhält Salzburg endlich ein Haus für die Architektur, eine eigene Adresse für die Vermittlung von Baukultur! Angesiedelt auf dem Areal der ehemaligen Riedenburgkaserne, wird das rund 300 qm große Backsteingebäude, derzeit für seine zukünftige Nutzung adaptiert.

Raumhohe, eng gehängte Fahnen bilden die prägenden Elemente der Ausstellung. Sie sind mit Gebäudeschnitten im Maßstab 1:10 bedruckt und erzeugen, zusammen mit den rückseitigen Fotos, eine räumliche Dichte.

Marco Pogacnik

Marco Pogacnik ist Professor für Architekturgeschichte an der Universität IUAV in Venedig und war Visiting Professor in Potsdam, Dortmund, Innsbruck und Kaiserslautern. Gegenstand seines Vortrags ist das Detail und seine Darstellung im Schnitt als methodologischer Ansatz, um die Formelemente der Architektur neu zu definieren.

Tisch ist nicht gleich Tisch, die Vielzahl von Materialien und Formen lassen den Tisch zu einem Unikat werden. Der Holzcluster Salzburg suchte in Kooperation mit der Salzburger Landesinnung der Tischler und Holgestalter, proHolz Salzburg und der Initiative Architektur den Salzburger Tisch.

Auf dem Weg in den Pongau besuchen wir den weit gediehenen Umbau des Holztechnikums (HTK) in Kuchl. In Pfarrwerfen begegnet uns in „St. Cyriak“ ein Wohnhaus für ältere Menschen, das handwerklich feingliederig ausgeführt, harmonisch in den dörflichen Charakter des Ortes integriert ist.

Bernardo Bader ist spätestens seit dem Islamischen Friedhof in Altach der internationale Durchbruch gelungen. 2013 bekam der Vorarlberger dafür den überaus renommierten Aga Khan Award for Architecture zugesprochen. Immer wieder beschäftigt ihn die Frage: Können wir uns von fremden Leitbildern und fertigen Konzepten frei machen? Geht das überhaupt? In seinem Werkvortrag werden wir erfahren, wie ihm das gelingt.

Die Loggia des neuen Mozarteums.

Das Jahr 2017 ist für Salzburgs Altstadt ein denkwürdiges: Vor 50 Jahren wurde das Altstadterhaltungsgesetz erlassen. Wir nehmen dies zum Anlass um in zahlreichen Veranstaltungen über die damit verbundenen Aufgaben zu reflektieren.

Zum Abschluss der Ausstellung Das Mozarteum. Wandel eines Ortes bietet sich noch einmal die Gelegenheit, gemeinsam mit dem Architekten Robert Rechenauer, das Haus und seine Einbindung in die Lodronstadt, zu besichtigen. Ein besonderer Anlass, denn vor genau 10 Jahren, im Februar 2007 lud die Initiative Architektur zur ersten Begehung, des damals gerade fertig gestellten Bauprojekts ein. Der Entwurf des Münchner Architekten ging 2002 als Sieger in einem EU weiten Wettbewerb hervor.

Das flämische Architekturbüro dvvt - Jan De Vylder, Inge Vinck und Jo Taillieu erhielt 2016 den renommierten Schelling Architekturpreis und zählt zu den wichtigsten Protagonisten der zeitgenössischen Architekturszene Belgiens.